Olympia 2008 - Ein Überblick
24.Juli 2008
Nur noch rund zwei Wochen bis die Eröffnungszeremonie in Peking die Olympischen Sommerspiele einläutet. Die Planung ist soweit abgeschlossen, der Terminkalender steht, die Pferde befinden sich in Quarantäne und die Athleten sind eingekleidet.436 deutsche Sportler haben ihr Ticket nach China inzwischen in der Tasche und bereiten sich intensiv auf ihre Wettkämpfe vor. Jeder von ihnen hat sich hohe Ziele gesteckt, die sie unter den Augen der Welt erreichen möchten. Vor Ort werden die öffentlich-rechtlichen deutschen Sender mit 30 Kameras und mehreren hundert Reportern alle wichtigen Ereignisse dokumentieren. Durch die Zeitverschiebung von sechs Stunden werden in Deutschland jedoch die meisten Entscheidungswettkämpfe mitten in der Nacht übertragen. Die Kommentatoren vor Ort sind die Talkerin Sandra Maischberger und der Sportschaumoderator Ralf Scholt. Am Abend werden dann Zusammenfassungen der Ergebnisse, Ausblicke auf kommende Wettkämpfe und auch Eindrücke aus Peking ausgestrahlt. Da die Kontrolle über die ausgestrahlten Bilder nicht dem Gastgeberland unterliegt, kann eine durchaus kritischen Berichterstattung erwartet werden, die auch heikle Themen wie Doping und die politische Lage Chinas nicht außen vor lässt. Insgesamt sind über 300 Stunden Live-Übertragung geplant. Dabei wird keine Sportart ausgelassen, alle 302 Disziplinen finden Beachtung. Dies sind 12 mehr als bei der letzten Olympiade in Athen. Unter anderem finden nun Entscheidungen im 3000 Meter Hürdenlauf der Frauen, im 10 Kilometer Langstreckenschwimmen und in der Cross-Jagd auf BMX-Rädern statt. Für diese Disziplinen wurden jedoch andere gestrichen, so zum Beispiel zwei Wettkämpfe der Schützen. Die meisten Medaillenentscheidungen wird es mit 46 Wettbewerben im Schwimmen geben. In den Sportarten Softball und Baseball werden bei den diesjährigen Spielen das letzte Mal dabei sein, für die Olympiade in London sind sie nicht mehr vorgesehen.
Damit auch die Zuschauer vor Ort rechtzeitig zu den verschiedenen Hallen und Stadien finden, wurden 74 000 Freiwillige eingewiesen und vorbereitet. Auf fast alle Fragen rund um die Spiele kennen sie die richtigen Antworten. Jedoch kommt nur ein Bruchteil von ihnen nicht aus China- für den Besuch in Peking sollte also ein Wörterbuch im Gepäck nicht fehlen.
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