Es ist wie ein Fluch
Nach gut 2 Wochen ist die Eishockey-WM in Kanada am Sonntag vorbei gegangen und zeigte sich zum Ende nochmal von seiner besten Seite. Am Ende war Russland die vielleicht etwas stärkere Mannschaft von beiden und gewann schließlich mit 5:4 nach Verlängerung.
Im Finale standen sicherlich die zwei besten Mannschaften derzeit auf der Welt und so konnte man sich auf ein spannendes und umkämpftes Finale freuen. Mit einem Sieg hätten die Kanadier den Fluch von 1986 beenden können, denn seit dem hat das Heimteam nicht mehr den WM-Titel nach Hause holen können, aber dazu später mehr.
Es war von Beginn an ein sehr schnelles und hart umkämpftes Eishockeyspiel, auch wenn es sehr Fair zu ging und bietete alles, was die Zuschauer sehen wollten. Jedoch fing das Spiel nicht gut an für die Kanadier, da nach 1min Semin für Russland zum 1:0 traf. Allerdings drehten die Kanadier um Dany Heatley mächtig auf und gingen so nach Toren von Burns( 2mal) und Kunitz mit 3:1 in die Drittelpause. In der 21min war es wiederum Semin der den Anschlusstreffer der Russen erzielte. In der 29 min sorgte der Ausnahmestürmer Dany Heatley durch sein 10. Tor bei dieser WM für den 4:2 Drittelstand. Falls man nun dachte, dass die Russen geschlagen waren, lag falsch. Sie spielten sich quasi in einen Rausch und ihr Topstürmer Ovechkin sorgte immer wieder für starke Einzelaktionen und brachte die Kanadier ordentlich ins schwitzen. Folglich passierte in der 48 min der Anschlusstreffer durch Tereshenko. Danach drängten die Russen immer weiter auf den Augleichstreffer und Kanada stand fast nurnoch hinten drin und sorgte nurnoch für Entlastungsangriffe. Und in der 54 min war es dann auch soweit. Das 4:4 für Russland. Und dabei freute sich einer ganz besonders. Es war der Torschütze Ilya Kovalchuk, der bei dieser WM sein erstes Tor schoss und dass, obwohl er in der NHL nach belieben trifft. Und das ausgerechnet im Finale. Da war die Freude bei ihm sicherlich riesen groß und so ging es schließlich auch in die Verlängerung.
Nach dem Rick Nash eine strittige Strafe kassierte und die Russen in Überzahl waren, stand er auf einmal wieder völlig frei und schoss sein Team zum Sieg. Es war kein geringerer als Kovalchuk, der sein 2. Tor bei dieser WM machte und dabei auch noch beide im Finale. Damit gewannen die Russen am Ende vielleicht mit etwas mehr Einsatz und Willen, sowie das nötige Glück den Titel und verdorben den Kanadiern die große Party. Und damit schaffte es Kanada nicht, als Heimteam die Trophäe nach Hause zu holen und so müssen wir weiter darauf warten, dass das Austragungsteam nach nun 22 Jahren schon eine Weltmeisterschaft gewinnt.
Zu wünschen wäre es natürlich Deutschland die 2010 Heimteam der Eishockey- Weltmeisterschaft sein werden, jedoch muss bis dahin noch eine Menge passieren.
jetzt kommentieren? 30. Mai 2008