Tagesarchiv für den 24. Juli 2008

Sicherheitsvorkehrungen während der Olympiade

Aufgrund der jüngsten Ereignisse während des Fackellaufes befürchten die Veranstalter Unruhen während der Spiele bis hin zu möglichen Terroranschlägen. Um etwaigen Anschlägen vorzubeugen, werden enorme Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Neben der Polizei werden dazu auch Kräfte der Staatssicherheit und der Volksbefreiungsarmee eingebunden.Bereits im Vorfeld wird in Peking an dem Bild der Stadt gearbeitet. Die Polizei wird verstärkt dazu angehalten, auffällige Personen zu kontrollieren und in den einschlägigen Vierteln unvorhergesehene Kontrollen durchzuführen. Auf diesem Weg sollen mögliche Terroristen frühzeitig dingfest gemacht werden. Wer ohne gültigen Pass aufgegriffen wird, muss gegebenenfalls mit einigen Tagen Haft rechnen. Diese Strafe wird besonders häufig bei ausländischen Gästen verhängt, jeder Olympia-Besucher sollte sich demnach in jeder Situation ausweisen können. Weiter ist Ausländern auch jegliche Teilnahme an Demonstrationen strengstens untersagt.

Doch auch im Rest des Stadtgebietes werden vermehrt Kontrollen durchgeführt, so werden Touristen willkürlich nach ihrer Aufenthaltsgenehmigung gefragt und die mitgeführten Taschen durchsucht. Im Zuge dieser Vorkehrungen werden auch Schüler und Studenten, deren Visum diesen Monat ausläuft, ausgewiesen und müssen von ihrem Heimatland aus ein neues beantragen. Auch die Post wird zunehmend kontrolliert und während der Spiele dürfen Fahrzeuge nur mit Sondergenehmigung in das Stadtgebiet einfahren.

Für die Sicherheit innerhalb der Stadien und Hallen sorgen verschärfte Einlasskontrollen. Doch auch rund um die Veranstaltungsorte werden Ordnungskräfte eingesetzt, die Demonstrationen und Versammlungen schnell und möglichst unauffällig auflösen sollen. Demonstrationen dürfen grundsätzlich nur mit Genehmigung und auf den dafür zur Verfügung gestellten Plätzen stattfinden. Darüber hinaus werden die eingesetzten Kräfte- Sicherheitspersonal genauso wie freiwillige Helfer- genauestens über den Verlauf im Fall einer Evakuierung unterrichtet.

Übrigens ist den Aktiven ebenfalls jegliche Zurschaustellung ihrer politischen Meinung strengstens untersagt. Mittelpunkt der Olympischen Spiele soll der Sport bleiben. Dennoch bestehen derzeit große Bedenken, dass die rechtlichen Auflagen und die überall präsenten Sicherheitskräfte den Spielen in ihrer Entfaltung entgegenwirken und die politischen Rahmenbedingungen zu sehr in den Vordergrund rücken.

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Olympia 2008 - Ein Überblick

Nur noch rund zwei Wochen bis die Eröffnungszeremonie in Peking die Olympischen Sommerspiele einläutet. Die Planung ist soweit abgeschlossen, der Terminkalender steht, die Pferde befinden sich in Quarantäne und die Athleten sind eingekleidet.436 deutsche Sportler haben ihr Ticket nach China inzwischen in der Tasche und bereiten sich intensiv auf ihre Wettkämpfe vor. Jeder von ihnen hat sich hohe Ziele gesteckt, die sie unter den Augen der Welt erreichen möchten. Vor Ort werden die öffentlich-rechtlichen deutschen Sender mit 30 Kameras und mehreren hundert Reportern alle wichtigen Ereignisse dokumentieren. Durch die Zeitverschiebung von sechs Stunden werden in Deutschland jedoch die meisten Entscheidungswettkämpfe mitten in der Nacht übertragen. Die Kommentatoren vor Ort sind die Talkerin Sandra Maischberger und der Sportschaumoderator Ralf Scholt. Am Abend werden dann Zusammenfassungen der Ergebnisse, Ausblicke auf kommende Wettkämpfe und auch Eindrücke aus Peking ausgestrahlt. Da die Kontrolle über die ausgestrahlten Bilder nicht dem Gastgeberland unterliegt, kann eine durchaus kritischen Berichterstattung erwartet werden, die auch heikle Themen wie Doping und die politische Lage Chinas nicht außen vor lässt. Insgesamt sind über 300 Stunden Live-Übertragung geplant. Dabei wird keine Sportart ausgelassen, alle 302 Disziplinen finden Beachtung. Dies sind 12 mehr als bei der letzten Olympiade in Athen. Unter anderem finden nun Entscheidungen im 3000 Meter Hürdenlauf der Frauen, im 10 Kilometer Langstreckenschwimmen und in der Cross-Jagd auf BMX-Rädern statt. Für diese Disziplinen wurden jedoch andere gestrichen, so zum Beispiel zwei Wettkämpfe der Schützen. Die meisten Medaillenentscheidungen wird es mit 46 Wettbewerben im Schwimmen geben. In den Sportarten Softball und Baseball werden bei den diesjährigen Spielen das letzte Mal dabei sein, für die Olympiade in London sind sie nicht mehr vorgesehen.

Damit auch die Zuschauer vor Ort rechtzeitig zu den verschiedenen Hallen und Stadien finden, wurden 74 000 Freiwillige eingewiesen und vorbereitet. Auf fast alle Fragen rund um die Spiele kennen sie die richtigen Antworten. Jedoch kommt nur ein Bruchteil von ihnen nicht aus China- für den Besuch in Peking sollte also ein Wörterbuch im Gepäck nicht fehlen.

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