Sicherheitsvorkehrungen während der Olympiade
Aufgrund der jüngsten Ereignisse während des Fackellaufes befürchten die Veranstalter Unruhen während der Spiele bis hin zu möglichen Terroranschlägen. Um etwaigen Anschlägen vorzubeugen, werden enorme Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Neben der Polizei werden dazu auch Kräfte der Staatssicherheit und der Volksbefreiungsarmee eingebunden.Bereits im Vorfeld wird in Peking an dem Bild der Stadt gearbeitet. Die Polizei wird verstärkt dazu angehalten, auffällige Personen zu kontrollieren und in den einschlägigen Vierteln unvorhergesehene Kontrollen durchzuführen. Auf diesem Weg sollen mögliche Terroristen frühzeitig dingfest gemacht werden. Wer ohne gültigen Pass aufgegriffen wird, muss gegebenenfalls mit einigen Tagen Haft rechnen. Diese Strafe wird besonders häufig bei ausländischen Gästen verhängt, jeder Olympia-Besucher sollte sich demnach in jeder Situation ausweisen können. Weiter ist Ausländern auch jegliche Teilnahme an Demonstrationen strengstens untersagt.
Doch auch im Rest des Stadtgebietes werden vermehrt Kontrollen durchgeführt, so werden Touristen willkürlich nach ihrer Aufenthaltsgenehmigung gefragt und die mitgeführten Taschen durchsucht. Im Zuge dieser Vorkehrungen werden auch Schüler und Studenten, deren Visum diesen Monat ausläuft, ausgewiesen und müssen von ihrem Heimatland aus ein neues beantragen. Auch die Post wird zunehmend kontrolliert und während der Spiele dürfen Fahrzeuge nur mit Sondergenehmigung in das Stadtgebiet einfahren.
Für die Sicherheit innerhalb der Stadien und Hallen sorgen verschärfte Einlasskontrollen. Doch auch rund um die Veranstaltungsorte werden Ordnungskräfte eingesetzt, die Demonstrationen und Versammlungen schnell und möglichst unauffällig auflösen sollen. Demonstrationen dürfen grundsätzlich nur mit Genehmigung und auf den dafür zur Verfügung gestellten Plätzen stattfinden. Darüber hinaus werden die eingesetzten Kräfte- Sicherheitspersonal genauso wie freiwillige Helfer- genauestens über den Verlauf im Fall einer Evakuierung unterrichtet.
Übrigens ist den Aktiven ebenfalls jegliche Zurschaustellung ihrer politischen Meinung strengstens untersagt. Mittelpunkt der Olympischen Spiele soll der Sport bleiben. Dennoch bestehen derzeit große Bedenken, dass die rechtlichen Auflagen und die überall präsenten Sicherheitskräfte den Spielen in ihrer Entfaltung entgegenwirken und die politischen Rahmenbedingungen zu sehr in den Vordergrund rücken.
jetzt kommentieren? 24. Juli 2008