Tagesarchiv für den 07. Juli 2008

Das olympische Emblem

1920 wurde das olympische Zeichen erstmals verwendet. Es besteht aus fünf gleichgroßen verschiedenfarbigen Ringen die in zwei Reihen angeordnet sind. In der oberen Reihe finden sich die Ringe in den Farben blau, schwarz und rot, die durch die Ringe der unteren Reihe, die in den Farben gelb und grün gehalten sind, verbunden werden. Doch auch eine sechste Farbe findet sich in dem Symbol, auch wenn sie kaum bemerkt wird: Die Ringe stehen vor einem weißen Hintergrund. Doch welche Bedeutung trägt dieses Emblem?Entworfen wurde es im Jahr 1913 von dem Franzosen Pierre de Coubertin, der 19 Jahre zuvor das Internationale Olympische Komitee (IOC) gründete. Zum ersten Mal genutzt wurde das Symbol jedoch erst sieben Jahre später bei den Spielen in Antwerpen. Seither steht es sinnbildlich für die Olympischen Spiele und schmückt sowohl die Medaillen als auch jedes offizielle Souvenir.

Die fünf Ringe symbolisieren die fünf Kontinente, die zwar für sich selbst stehen können, aber doch miteinander verbunden sind. Sie repräsentieren dadurch auch einen Grundgedanken der Spiele: Sportler jeder Nation treffen in einem Wettkampf aufeinander, zu dem jeder Teilnehmer mit den gleichen Chancen und unter denselben Voraussetzungen antritt.

Entgegen der sich haltenden Annahme stehen die farbigen Ringe nicht stellvertretend für einen bestimmten Kontinent. Oftmals wird angegeben, dass der gelbe Ring Asien, der grüne Australien, der schwarze Afrika, der rote Amerika und der blaue Ring Europa symbolisiert. Vielmehr wurden die sechs Farben gewählt, da in jeder Flagge der Welt mindestens eine dieser Farben Verwendung findet.

Mitte 2004 trat ein Gesetz in Kraft, welches die Verwendung der Bezeichnung „Olympische Spiele” im Zusammenhang mit dem dazugehörigen Symbol offiziell regelt. Demnach ist zwar die Verwendung in urheberrechtlich geschütztem Material grundsätzlich genehmigt, jede andere gewerbliche Nutzung, die nicht ausdrücklich durch das IOC genehmig wurde, wird jedoch geahndet. Demnach darf das Symbol also nur in der offiziellen Werbung für die Olympischen Spiele sowie von den Sponsoren gebraucht werden.

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Die Reiterspiele in Hongkong

Die olympischen Reiterspiele finden nicht in Peking, sondern im Reitsportzentrum „Hong Kong Hockey Club” in Hongkong statt, wo alle Prüfungen nahe beieinander stattfinden können. Im Zuge der Vorbereitung auf die Spiele wurden diverse neue Gebäude errichtet, um den Ansprüchen der Reiter und Pferde genüge zu tun; unter anderem klimatisierte Ställe, Reitplätze und eine Pferdeklinik für den Fall, dass sich ein Pferd während der Veranstaltung verletzt.Ausschlaggebend für die Auslagerung der Reiter nach Hongkong sind unterschiedliche Seuchenbestimmungen der teilnehmenden Länder. So könnten auch die deutschen Pferde zwar ohne Probleme nach China einreisen, hätten nach Ende der Spiele, so sie in Peking stattfinden würden, unter Umständen jedoch nicht in ihr Heimatland zurückreisen dürfen.

Vor diesem Hintergrund ist die Entscheidung durchaus nachzuvollziehen, dennoch hat sich jeder der teilnehmenden deutschen Reiter genau überlegt, ob er die strapaziöse Reise nach Hongkong antreten soll. Grund hierfür sind vor allem die gänzlich anderen klimatischen Bedingungen, auf welche die Tiere nicht vorbereitet werden können. Die Temperaturen in China können im August bis an die 40 Grad betragen, und die zusätzlich herrschende Schwüle kann durchaus schwerwiegende Probleme mit sich bringen. Zwar sind Pferde enorm schwitzfähig und können auch bei hohen Temperaturen ohne Bedenken normal geritten werden, doch feuchte Luft verhindert die Abgabe des Schweißes und unterbindet dadurch den Kühlungseffekt.

Viele der deutschen Reiter sehen den Spielen daher sehr skeptisch entgegen. Auch wenn die Prüfungen selber meist nur wenige Minuten dauern, verlangen sie den Paaren ein hohes Maß an Konzentration und Anstrengung ab. Um die Leistungsfähigkeit und Kraft der Tiere nicht zu gefährden, sollte die Abkühlung danach schnell, aber auch schonend erfolgen. Die Pferde werden nach den Prüfungen lange herumgeführt um den Kreislauf wieder zu normalisieren, zusätzlich werden sie mit sehr kaltem Wasser abgeduscht. Doch erst das Training vor Ort wird zeigen, wie gut sich die Tiere mit den Temperaturen zurechtfinden und welche Möglichkeiten der Abkühlung effektvoll sind und den Kreislauf der Pferde schonen.

Ganz klar ist für unsere Equipe, dass die Gesundheit der Tiere zu jeder Zeit im Vordergrund steht, auch wenn dies bedeutet, an den Spielen letztlich nicht teilnehmen zu können. Es bleibt zu hoffen, dass keiner der Reiter vorzeitig zurückziehen muss und dass Erfolg die Mühen belohnen wird!

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