Tagesarchiv für den 01. Juli 2008

Von wegen Partystimmung

Man könnte meinen, dass in Peking auf Grund der anstehenden olympischen Spiele eine ausgelassene Partystimmung herrscht. Im Gegensatz dazu spürt man derzeit eher eine unangenehme Spannung in der Hauptstadt, in der in 40 Tagen die olympischen Sommerspiele ausgetragen werden sollen. Die Stadt ist unter ständiger Kontrolle. Diese Kontrolle hat nahezu schon pathologische Ausmaße angenommen. So sieht man überall Polizeiwägen und überall Kontrollen von Passanten und Fahrzeugen. Gesucht wird nach allem, was nicht in das Bild der Regierung passt: Bettlern, Schmugglern, Prostituierten, Alkoholsündern, Chinesen ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung in Peking und Ausländern ohne gültigem Visum. In der ganzen Stadt sind Schilder angebracht, auf denen man die zahlreichen Regeln, die während der Spiele gelten, nachzulesen sind. Es besteht eine durchgehende Ausweispflicht, in Kneipen muss man sich situiert verhalten und wenn ein Pekinger Freunde aus dem Aus- oder Inland bei sich zu Gast hat und bei sich übernachten lassen will, muss dies zuerst melden und genehmigen lassen.Der Kontrollzwang endet hier aber noch lange nicht. In den kommenden Tagen wird auch damit begonnen, alle Fahrzeuge, die von außerhalb der Stadt kommen zu kontrollieren. Darüber hinaus müssen Tibeter, die muslimischen Uiguren, Bettler und Wanderarbeiter die Hauptstadt verlassen.

Der Grund für diese Maßnahmen sei nach wie vor die Angst vor Terroranschlägen, die die chinesische Regierung bereits zu Haufe kundgetan hat. Ein weiterer - und wahrscheinlich auch ein weitaus berechtigter - Grund ist die Angst, dass pro-tibetische Aktivisten die kommunistische Regierung in ein schlechtes Licht rücken könnten und diese sogar ins Wanken bringen könnten.

Das ganze scheint sich immer mehr in eine von Kontrollen und Zwängen behauptete Veranstaltung zu entwickeln, in der es keinen Platz für ausgelassene Freude und Spiele gibt, sondern wo man beim kleinsten Vergehen gegen irgendeine der zahlreichen Auflagen bestraft wird.

jetzt kommentieren? 01. Juli 2008

Beschränkter Zugang zum höchsten Berg der Welt

Kurz vor Beginn der olympischen Sommerspiele in Peking, gab die Führung Chinas bekannt, dass sie den Besucherstrom auf den höchsten Punkt der Welt - den Mount Everest - ab dem nächsten Jahr stark begrenzen will.Die scheint momentan ein generelles Phänomen der Regierung in Peking zu sein. Auch die Visa-Vergaben für die olympischen Spiele und auch die Visa für Journalisten vor allem für Tibet und Xinjiang wurden im Zuge der Vorbereitungen für die Spiele stark reglementiert.

Die offizielle Begründung für die Einbremsung der Bergsteiger ist eine gründliche Reinigung des Gebietes, um die einzigartige Landschaft zu bewahren.

Bereits jetzt gestaltet es sich als eher schwer auf den 8.850 Meter hohen Berg zu kommen. So dürfen mittlerweile schon jetzt Bergsteiger nicht mehr mit ihren Fahrzeugen auf das Basislager auf 5180 Metern über dem Meeresspiegel fahren. Das sei nötig, um den Rongbuk-Gletscher vor dem Abschmelzen zu bewahren, so Zhang Yangze, der Direktor der tibetischen Umweltbehörde.

Der Mount Everest ist die Grenze zwischen Nepal und Tibet. Die zuständigen Behörden in Kathmandu haben erklärt, dass sie über das Vorhaben Chinas noch nichts wüssten. So solle der Aufstieg auf das Dach der Welt auch im nächsten Jahr gewährleistet sein.

Der Mount Everest wurde erst vor Kurzem für die Öffentlichkeit gesperrt, als der olympische Fackellauf Station auf dem Berg machte. Das erschütterte vor allem die Bergsteiger, da der Fackellauf zeitlich genau in die kurze Saison zur Besteigung des Berges viel. 

jetzt kommentieren? 01. Juli 2008

China kämpft verstärkt gegen Dopingmissbrauch

Aus öffentlichen Stellen aus Peking heißt es, dass aufgrund der näherkommenden olympischen Spiele auch die Dopingkontrollen und die Dopingbekämpfung verstärkt worden sind.Nachdem die Zusage erhielt, Veranstalter der olympischen Spiele 2008 zu werden wurden zahlreiche Maßnamen gesetzt, um die Spiele Dopingfrei und somit auch fair zu gestallten. 2004 wurden von der chinesischen Regierung bereits Vorschriften zur Dopingbekämpfung erlassen. Seit Mitte 2007 wurde eine noch verschärftere Regelung für das Land erlassen. So wurde bereits am opingproduzierenden Markt angesetzt und die Kontrollen in diesem Sektor verstärkt. Die chinesische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, dass fördernde Substanzen ausschließlich zur Genesung bei Verletzungen verwendet wird und nicht zur allgemeinen Leistungssteigerung der Athleten. So werden alle Unternehmen, die Arzneimittel herstellen, ständig kontrolliert und Mittel, die leistungssteigernde Zusätze haben wurden mit der Aufschrift „Sportler vorsicht!” beschriftet. Laut der chinesischen Verantwortlichen haben diese Maßnahmen bereits Erfolge gezeigt.

Zudem wurde auch das Strafmaß nach oben geschraubt. Jede Missachtung wird mit der in den Gesetzen vorgesehen Höchststrafen geahndet. Seit Mitte 2007 haben die Behörden bereits 150 Unternehmen ausfindig machen können, die einschlägige Dopingmittel produzierten oder vermarkteten. Diese Unternehmen haben in weiterer Folge dann ihre Geschäftslizenz verloren und wurden gezwungen, die Herstellung der verbotenen Mittel einzustellen.

China betont, dass es hier auf eine internationale Zusammenarbeit ankäme, um den Dopingmissbrauch der Spiele so gering als möglich zu halten.

jetzt kommentieren? 01. Juli 2008


Kalender

Juli 2008
M D M D F S S
« Jun   Aug »
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  

Monatsarchiv

Themenarchiv