Tagesarchiv für den 18. Juni 2008

Sponsoring Rekord bei den olympischen Sommerspielen in Peking 2008

Die Financial Times berichtete unlängst, dass die olympischen Sommerspiele in Peking bereits vor deren Beginn alle Rekorde in punkto Sponsoring sprengen. So soll der Wert der Verträge bereits die ein Milliarden Dollar Marke überschritten haben (das entspricht ca. 762 Millionen Euro). Allein die Bank of China, Volkswagen und China Mobile sorgen für 600 Million Dollar an Sponsorgeldern. Hier kommen wahrscheinlich zwei begünstigende Variablen ins Spiel. Auf der einen Seite sind die olympischen Spiele eine der größten Ereignisse der Welt und zum anderen finden sie dieses Jahr in einem der Länder statt, denen die größte Zukunft prophezeit wird.Zum Vergleich: die olympischen Spiele in Athen hatten Sponsoreinnahmen von gerade einmal 248 Millionen Euro (325 Millionen Dollar).

Die Tatsache, dass so viel Geld in die Spiele gepumpt wird, wird von der IOC in weiterer Folge gerne als Rechtfertigungsgrund für den Austragungsstandort Peking genommen. Denn das Land würde sich ökonomisch öffnen, was in weiterer Folge auch eine Verbesserung der Menschenrechte mit sich bringen würde. Es werden auch gerne die Beispiele eingebracht, dass die olympischen Spiele in Tokyo 1964 und in Seoul 1988 ähnliche Effekte hatten.

Hoffen wir, dass der IOC das ganze nicht aus einer zu materialistischen Sichtweise sieht und auf längere Sicht hin Recht behält. Viele Faktoren (unter anderem auch die Vergangenheit, wo sich zeigte, dass während des kalten Krieges Chinas erhöhte Marktwirtschaft und Modernisierung nicht mit einer Erhöhung der demokratischen Prinzipien oder der Menschenrechte einherging) sprechen allerdings eine andere Sprache. 

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Umweltschutz bei den olympischen Spielen

Bekanntlich hat China große Umweltprobleme. Vor allem die schnell wachsende Wirtschaft und die damit verbundene Verschmutzung machen der Natur zu schaffen. Vielleicht aus diesem Grund war auch das Thema Umweltschutz in der Bewerbung Chinas für die olympischen Sommerspiele 2008 sehr offensiv, damit Kritik von vorn herein minimiert werden kann. „Die grünen olympischen Spiele” waren ein zentrales Thema in dieser Bewerbung. So plant beispielsweise die Hauptstadt Peking den Schadstoffausstoß von Kraftfahrzeugen auf ein Niveau herunterzuschrauben, das dem Europas entspricht. Das geht mit einem Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel einher. Peking will 100 neue Buslinien schaffen mit insgesamt 7.000 Bussen. Auch das U-Bahn-Netz soll ausgebaut werden und auf 600 km bis 2010 ausgeweitet werden. Um die jedes Frühjahr kommenden Sandstürme auf die Stadt einzudämmen, wurden die im Norden angrenzenden Wälder aufgeforstet. Die Grünflächen und Naherholungsgebiete wurden ebenfalls um 50 Prozent ausgedehnt und darüber hinaus werden umweltfreundliche Technologien gefördert. Weiters werden stark die Umwelt belastende Industriebetriebe aus der Stadt ausgelagert.Auch eine bessere Aufarbeitung des Abwassers ist in Planung. Aus diesem Grund soll das Abwasser, das durch Käranlagen gereinigt wird, auf 86 Prozent erhöht werden. Ob diese guten Absichten schlussendlich auch die Wirkung haben, die China versprochen hat, wird die Zukunft zeigen. Der gute Wille scheint allerdings vorhanden zu sein.

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