Tagesarchiv für den 11. Juni 2008

Olympia 2008, Sommerspiele in Peking

79 Tickets wurden bereits circa zehn Wochen vor Beginn der Sommerspiele in Peking, vom Deutschen Olympischen Sportbund verteilt. 40 Frauen und 39 Männer haben ihren Platz in China, zu den 29. Olympischen Sommerspielen, in zwölf Sportarten schon mal sicher. Mitunter Speerwerferin Christina Obergföll und Tischtennis-Ass Timo Boll. Die 79 Plätze teilen sich wie folgt auf: es gingen fünf Plätze ans Badminton, vier ans Boxen, zehn sind im Fechten, zwei beim Gewichtheben, zehn beim Judo, im Kanu-Slalom sind es fünf Plätze, Leichtathletik hat neun, Radsport/Bahn hat sieben Plätze, im Segeln sind es zwölf , Taekwondo hat drei Plätze und im Tischtennis und Triathlon sind es jeweils sechs Plätze. Die nächsten Nominierungen folgen am 23. Juni und am 15. Juli.
Für den DOSB hat nun, durch die Verteilung der Tickets, der Countdown begonnen. Denn letztendlich sind die 79 Starter nur ein Sechstel des deutschen Teams. Zusammen mit den Basketballern, soll das Athleten Aufgebot 470 Teilnehmer umfassen. Insgesamt aber sind es mit den Betreuern des deutschen Teams in etwa 770 Personen, die dann nach Peking reisen werden. Meldeschluss ist am 23. Juli.

Die Kosten für das „Unternehmen Olympia” belaufen sich auf fünf Millionen Euro! Circa 3,5 Millionen davon steuert der Bund dabei zu.

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Olympia mehr Schein als Sein?

„Eine Welt, ein Traum” so lautet das diesjährige Motto für die olympischen Sommerspiele in Peking.Angesichts der vergangen und aktuellen Entwicklungen in China bietet sich der Eindruck, dass dieses Motto aus leeren Worten besteht.

So wurden die Visen-Vergaben für die olympischen Spiele sehr verschärft. Niemand, der eine potentielle „Gefahr” darstellt, wird in das Land gelassen. Das betrifft neben Prostituierten, Tibet-Aktivisten und Exil-Tibetern auch Menschen, die eine ansteckende Krankheit haben, potentielle Terroristen oder Menschenrechts-Aktivisten.

Die Pressefreiheit in China ist auch immer noch nicht durchgesetzt und Tibets Lage wurde nach den schlimmen Katastrophen, wie dem Erdbeben, die das Land erschütterten, vergessen.

Darüber hinaus werden auch weiterhin Menschenrechtler und Protestanten gegen das Regime verfolgt, verhaftet und eingesperrt.

Es stellt sich also die Frage, die ganzen schönen Worte, die mit den olympischen Spielen in Zusammenhang stehen, nicht nur dem Schein und unter anderem somit nicht nur Geldzwecken dienen.

Es gibt allerdings auch Zeichen dafür, dass die Entwicklung in Zukunft in eine etwas andere Richtung gehen könnte. So wurden die seit langem auf Eis gelegten diplomatischen Beziehungen mit Taiwan wieder aufgenommen, nachdem diese nach dem Erdbeben sehr hilfsbereit waren

Ebenso scheint es, dass auch mit dem Dalai Lama erneute Gespräche aufgenommen werden. Hoffen wir also auf eine positive Zukunft und dass der olympische Gedanke die mehr ein Sein als ein Schein wird.

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