Tagesarchiv für den 10. Juni 2008

Raubkopie anderer Art

Das China das Mekka für günstige Markenfälschungen ist, ist weitest gehend bekannt. Für die olympischen Spiele 2008 in Peking gibt es nun einige Raubkopien einer etwas anderen Art.„Anting” ist eine davon. Anting ist ein typisch deutscher Stadtteil. Vom Baustil bis hin zur Kirche wurden alle Details berücksichtigt.

„Thames Town” oder „Taiwushi Xiaozhen” auf chinesisch ist wie „Anting” die Nachbildung eines typischen Stadtteils. Thames Town kopiert allerdings die englische Bauweise und hier wurde ebenfalls darauf geachtet, alles genau so zu machen, wie es in England aussieht.

Klarerweise sind diese Stadtteile für die reiche Schicht der chinesischen Gesellschaft reserviert (der Quadratmeter in einer „Durchschnittswohnung in einer der Stadtteile wird um die 700 Euro kosten) und werden von eigenen Security-Leuten beschützt und bewacht.

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Doping Sünden in Peking, zählen auch noch für London 2012

Wer bei den olympischen Spielen in Peking vom 8. bis 24. August 2008 des Dopings überführt wird und für mindestens sechs Monate gesperrt wird, wird gleich doppelt bestraft.Denn diese unfaire Leistungsoptimierung hat auch einen Ausschluss von den olympischen Spielen in London im Jahr 2012 zur Folge. Dieser Beschluss wurde von der Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am Donnerstag in der griechischen Hauptstadt Athen getroffen. Ursprünglich war diese Regelung erst für die Zeit nach den olympischen Spielen in Peking geplant, wurde nun aber doch schon eingeführt und tritt ab 1. Juli in Kraft.

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Für Olympia-Touristen gibt es einiges zu beachten

Für die olympischen Spiele werden rund eine halbe Millionen Besucher aus dem Ausland erwartet. Diese müssen sich allerdings erst mit den neuen Verordnungen der chinesischen Regierung vertraut machen.Besucher der olympischen Spiele müssen sich an viele Verbote halten. So ist es verboten im Freien zu schlafen, ohne behördliche Genehmigung an politischen Kundgebungen teilzunehmen und sich an öffentlichen Plätzen betrunken aufzuhalten. Weiters sind Transparente und beleidigende Sprüche in den Sportstätten verboten. All das ist laut den Behörden unrechtens und wird durch „Verfolgung und Bestrafung” geahndet.

Vor allem der „Missbrauch” der olympischen Spiele von Tibet-Aktivisten, oder von Menschenrechtsschützern wird von der Regierung in Peking befürchtet. Deshalb hat die Regierung einen Katalog mit insgesamt 57 Themen erstellt, der den Titel „Führer ins chinesische Recht für ausländische Besucher”.

Weiters heißt es, dass allen jenen, die eine terroristische Bedrohung darstellen und jenen, die die nationale Sicherheit Chinas und deren Interessen gefährden könnten, die Einreise verwehrt bleibe. Prostituierte und mögliche Schmuggler, müssen ebenfalls aus dem Land bleiben, wie auch Menschen mit ernsten ansteckenden Krankheiten und „Geisteskranke”.

Zur Vergabe des Visums verdeutlicht die Regierung ebenfalls noch, dass der Besitz eines Olympia-Tickets allein die Ausstellung eines Visums nicht garantiert.

Das widerspricht somit dem Versprechen, welches Jacques Rogge (IOC-Chef) den Sportlern zuvor gegeben hat, in dem er ihnen das Recht auf freie Meinungsäußerung zusicherte.

Mögen die Spiele beginnen!

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